Holzpellets für Festbrennstoffanlagen

Holzpellets stellen bei Heizungsanlagen schon seit Jahren eine effektive Alternative zu Gas und Erdöl dar. Nicht nur das Preis-/Leistungsverhältnis bringt immer mehr Eigenheimbesitzer dazu, sich einer Pelletheizungsanlage zuzuwenden. Auch die Prognosen für die zukünftig erwarteten Preisentwicklungen bei Öl und Gas zeichnen klare Tendenzen auf. Während Experten des Sanitär-Handwerks bereits im Jahr 2013 mit einem ersten Engpass in der Erdgas- und -ölversorgung rechnen, lässt sich festhalten, dass mehr als 60% der Holzvorkommen in Deutschland wirtschaftlich ungenutzt bleiben. Die Bundesrepublik verfügt in Europa über die größten Holzvorkommen, sodass ein regelmäßiger Nachschub sichergestellt werden könnte.

Holzpellets sind zu Kugeln oder Zylindern zusammengepresste und geschnittene Holzstücke, die zur Verbesserung der Konsistenz mit Bindemitteln vermischt werden. Ähnlich wie Kies werden sie auch als Schüttgut bezeichnet. Grundsätzlich werden die Pellets aus naturbelassenem Holz hergestellt. Sie werden als Nebenprodukte in Sägewerken produziert.

Die Pellets unterliegen in Deutschland einer DIN Norm (DIN 51731). Leider ist, im Gegensatz zur österreichischen Normierung, die Qualität und Effektivität nicht festgehalten, sodass es deutliche Unterschiede bei den Herstellern geben kann.

Holzpellets haben Vor- und Nachteile. Vorteilhaft wirkt sich aus, dass sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Auch die Lieferzeit ist aufgrund der hohen Verfügbarkeit gegenüber Öl oder Gas sehr kurz. Weiterhin werden für die Lagerung keine großartigen Anforderungen gestellt. Die Lagerstätte sollte lediglich trocken sein.

Auch in Sachen Umweltverträglichkeit liegen Eigenheimbesitzer mit Holzpellets richtig. Der CO2 Ausstoß von Pellet-Heizungsanlagen ist deutlich geringer als bei Öl- oder Gas-Heizungen.

Neben den staatlichen Zuschüssen können Eigenheimbesitzer auch auf Kundengewinnungsaktionen der Hersteller hoffen. Beispielsweise soll eine groß angelegte Rabattaktion der German Pellets GmbH weitere Anreize schaffen, auf neue Heizungsanlagen umzusteigen.

Nachteilig wirkt sich zurzeit noch das Versorgungsnetz aus. Die Anzahl der Pellet-Heizungsanlagen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Leider haben es die Versorger bisher versäumt, das Vertriebsnetz weiter auszubauen. Auch ausländische Unternehmen haben in den vergangenen Jahren große Mengen an Holzpellets aufgekauft, sodass es zeitweise zu Engpässen kam.

Kategorie: Holzpelletsheizungen Kommentare deaktiviert

Kommentarfunktion ist deaktiviert.