Holzenergie hat Potenzial zum Hauptwärmelieferant
Steigende Öl- und Gaspreise durch steigende Mobilitätsbedürfnisse, wachsenden Energiebedarf und Verknappung der fossilen Rohstoffe machen eine nachhaltige Energieversorgung notwendiger als jemals zuvor. Der Wärmesektor hat einen Anteil am Endenergieverbrauch von 57%. Damit wirkt sich die Verknappung von Öl und Gas hier besonders merklich aus. Doch gerade wo der Umstieg auf nachwachsende Rohstoffe technisch wie ökonomisch gut umsetzbar wäre, wird das Potenzial der erneuerbaren Energiequellen noch lange nicht ausgeschöpft.
Dabei bietet allen voran die Nutzung von Holzenergie in den hochmodernen Energieanlagen die Chance, den Mittelstand zu stärken, Tausende neuer Arbeitsplätze zu schaffen und nicht zuletzt einen Beitrag zur Pflege und zum Erhalt unserer Wälder zu leisten: Die Bundeswaldinventur II im Herbst 2006 hat aktuell gezeigt, dass nur 60 % der riesigen in den deutschen Wäldern liegenden Holzpotenziale genutzt werden. Zusätzlich leistet Energie aus Holz auch eine massive Unterstützung für den Klimaschutz.
Sowohl im Bereich Pelletkessel als auch im Bereich Biomasseheizkraftwerke für Nahwärmenetze zeichnet sich in Deutschland nach dem Absatztief 2006 wieder eine steigende Nachfrage ab. Um das Potenzial der Holzenergie als Hauptwärmelieferant zu nutzen, werden innovative Technologien und Unternehmen sowohl im Inland als auch für den Export benötigt. In die Entwicklung der Branche zu investieren, ist volkswirtschaftlich unabdingbar.
Doch um Holz verstärkt auf den Energiemärkten einzusetzen, müssen alle Beteiligten ihre Kräfte bündeln und die Rahmenbedingungen entsprechend gestaltet werden. Austausch zwischen Experten, Weiterentwicklung neuer Ideen und Fachinformation für die politischen Entscheidungsträger sind ebenso notwendig wie die Aufklärung der breiten Öffentlichkeit.
Quelle : REECO GmbH
Kategorie: Erneuerbare Energien Kommentare deaktiviert