Ökologisch, praktisch, gut: der Festbrennstoffkessel
Alle Jahre wieder: Auch 2009 sind die für so manchen Bürger nahezu unbezahlbar hohen Heizkosten ein ganz heißes Eisen. Denn von einer dauerhaften Energiepreissenkung können Verbraucher wieder einmal nur träumen. Umso wichtiger ist jetzt ein Umdenken. „Moderne Heizanlagen” lautet das Stichwort; über Festbrennstoffkessel, die mit erneuerbaren Brennstoffen heizen, wird vielerorts heiß diskutiert. „Viel zu teuer!”, mag so mancher vorschnell urteilen. „Viel zu aufwändig und umständlich!”, meint vielleicht der andere.
Tatsächlich sind Feststoffbrennkessel aber eine ebenso umweltfreundliche und rentable wie praktische Möglichkeit der Wärmeversorgung. Ihre Anschaffung macht sich im Laufe der Jahre bezahlt, sie nehmen weder viel Platz in Anspruch, noch sind sie schwierig in der Handhabung und Reinigung. Und, was viele nicht wissen: Die modernen Geräte schaffen nicht nur im Wohnraum behagliche Wärme, sie können einen Haushalt auch – je nach Ausstattung – mit warmem Dusch- und Badewasser versorgen sowie Fußbodenheizung und Küchenherd betreiben.
Der Preis eines Festbrennstoffkessels (ab 5000 bis 11.000 Euro, Komplettanlagen auch mehr) liegt zwar im Vergleich höher als der herkömmlicher Öl- und Gasheizungen, jedoch gibt es die Möglichkeit einer Förderung vom Bundesumweltministerium: Mit 2000 Euro wird der Einbau eines Pelletkessels mit fünf bis 100 Kilowatt Leistung bezuschusst. Bei besonders hoher Energieeffizienz sowie bei Einbau eines ergänzenden Pufferspeichers oder einer Anlage zur Solarthermie (Wärmegewinnung aus Sonneneinstrahlung) kann es sogar eine weitere Förderung geben. Was auch beruhigend zu wissen ist: Die Versorgung mit dem nötigen Brennstoff unterliegt nicht so drastischen Preisanstiegen wie die mit Strom, Gas oder Öl, da Holz ein natürlich nachwachsender Brennstoff ist. Der in den nächsten Jahren zu erwartende Preisschub kann den Besitzer eines Festbrennstoffkessels also weitgehend kalt lassen. Doch der Brennstoff-Nachschub ist nicht nur gesichert – er ist auch
kinderleicht: Die praktischen Holzpellets werden in der preisgünstigsten Variante per Silofahrzeug lose (ab drei Tonnen – was knapp dem Jahresverbrauch eines Einfamilienhauses entspricht) angeliefert. Auch Sackware ist erhältlich; diese ist aber erheblich teurer. Bei den Festbrennstofföfen selbst gibt es große Unterschiede, was Technik und Leistung angeht. Eine gute Beratung vom Fachmann ist also der erste wichtige Schritt in ein neues Heiz-Zeitalter.
Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert